
Unsere Tour de Landvergnügen startet am Erlebnishof Lahmann
Du suchst einen unkomplizierten Landvergnügen-Stopp mit Camper, Hofladen und genug Platz zum Ankommen? Am Erlebnishof Lahmann starten wir unsere Tour in den Norden. Mit Brotzeit, Tieren, Kinderstuhl-Test und der Erkenntnis, dass Camping mit Kind vor allem Geduld braucht.






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Wir kommen gegen 11:30 Uhr am Erlebnishof Lahmann an. Gerade noch rechtzeitig, bevor der Hofladen schließt. Und den wollen wir auf keinen Fall verpassen.
Nicht zuletzt, weil wir bei Landvergnügen immer versuchen, etwas vor Ort zu kaufen. Ein paar hofeigene Produkte, etwas aus der Region, irgendetwas, das uns anspricht. Für uns ist das auch eine Form von Respekt. Immerhin steht man mit dem Camper ein Stück weit bei Landwirten und Landwirtinnen zu Hause im Garten.
Außerdem ist es einfach etwas anderes, regionale Produkte direkt bei einem Betrieb zu kaufen. Das bekommen wir im Alltag nicht besonders gut hin. Im Hofladen ist es nicht so wuselig wie im Supermarkt. Man schaut anders, nimmt sich mehr Zeit und merkt oft, dass da handwerkliche Liebe drinsteckt.
Der Erlebnishof Lahmann ist die erste Station auf unserer eigenen Tour de Landvergnügen durch Norddeutschland. Wir haben uns von den offiziellen Touren in der Landvergnügen-App inspirieren lassen. Da für unsere Richtung aber nichts Passendes dabei ist, planen wir kurzerhand selbst eine Route. Das geht über die App ziemlich gut. Dazu aber in einem anderen Beitrag mehr.
Unsere Landvergnügen-Tour in den Norden
Für uns ist es das erste Mal, dass wir einen ganzen Urlaub mit Landvergnügen machen. Bisher nutzen wir die Stellplätze eher für Wochenendtrips oder als Zwischenstopp auf längeren Strecken, zum Beispiel auf dem Rückweg aus Frankreich.
Dieses Mal soll es eine komplette Route von Hof zu Hof werden. Mit kurzen Etappen, möglichst wenig Fahrzeit und genug Luft für Emil. Die meisten Strecken dauern maximal eine Stunde, nur zwei Etappen sind etwas länger. Ende April wollen wir außerdem nicht zu weit in den Süden fahren. Also wird es eine Tour in den Norden.
Geplant hat die Route Stella. Sie achtet dabei nicht nur auf die Entfernung, sondern auch darauf, dass die Höfe unterschiedlich sind. Mal ein klassischer Betrieb, mal ein besonderer Stellplatz, mal ein Ort, an dem es für uns oder für Emil etwas zu entdecken gibt.
Der Erlebnishof Lahmann wirkt auf uns nicht wie ein klassischer landwirtschaftlicher Betrieb. Eher wie ein touristisch aufbereiteter Hof. Das ist nicht negativ gemeint, aber es ist eben ein anderer Vibe als bei einem kleinen Bauernhof irgendwo am Feldrand. Für unseren ersten Zwischenstopp passt es trotzdem gut. Die Plätze sind groß, die Ankunft ist unkompliziert und wir müssen erstmal wieder in den Camper-Modus kommen.
Hofladen, Erdbeeren und Stellplatz am Swin-Golf-Feld
Im Hofladen decken wir uns mit frischen Erdbeeren, Schinken, Marmelade und ein paar Croissants ein. Keine riesige Einkaufsliste. Eher alles, was man für eine einfache Brotzeit gebrauchen kann.
Danach fahren wir weiter auf unseren Stellplatz. Wir stehen am Rand einer großen Wiese, auf der auch Swin Golf gespielt werden kann. Wir lassen das dieses Mal aus, können uns aber vorstellen, dass das Spaß macht, wenn man etwas mehr Zeit oder ältere Kinder dabei hat.
Die Stellplätze sind großzügig bemessen. Nach und nach kommen noch zwei weitere Landvergnügen-Fahrzeuge dazu und stellen sich neben uns. Es ist also nicht komplett allein und abgeschieden, aber eng wird es auch nicht.
Tiere entdecken auf dem Erlebnishof Lahmann

Am Nachmittag laufen wir ein bisschen über den Hof. Wir sehen Strauße, Gänse, Damwild, Hühner, Pferde und Schafe. Nicht alles an einem Fleck, aber wenn man ein wenig sucht, findet man hier immer wieder neue Tiere.
Wir gehen mehrmals über das Gelände und ein Stück über die Spazierwege. Gerade mit Kind ist das dankbar. Man muss nicht viel planen, läuft einfach los und schaut, was passiert. Irgendwann steht man wieder vor einem Gehege oder entdeckt etwas, das man vorher übersehen hat.
Für Spargelliebhaberinnen und Spargelliebhaber ist der Erlebnishof Lahmann wahrscheinlich eine gute Adresse. Am Wochenende gibt es hier ein Spargelbuffet. Direkt vom Feld auf den Teller, könnte man sagen. Wir verzichten allerdings darauf. Ich bin nicht der größte Spargelfan und wir haben uns schon auf unsere Brotzeit eingeschossen.
Praktisch zu wissen: Unter der Woche gibt es à la carte Essen, am Wochenende vor allem das Spargelbuffet. Das kostet 38 Euro pro Person. Mit Kleinkind muss man da abwägen. Wenn man nicht weiß, wann die Stimmung kippt, ist ein Buffet für den Preis vielleicht nicht die entspannteste Idee.
Camping mit Kleinkind: Warum ein Kinderstuhl plötzlich wichtig wird
Am nächsten Morgen testen wir direkt unser neues Gadget für Emil: einen steckbaren Kinderstuhl. Klingt erstmal unspektakulär. Ist es eigentlich auch. Aber beim Camping sind genau solche Dinge manchmal entscheidend.
Unsere erste Reise in die Schweiz machen wir noch ohne Kinderstuhl. Rückblickend nicht besonders schlau. Im Camper ist wenig Platz, Essen landet schnell überall und wenn ein Kleinkind dabei ist, merkt man sofort, ob etwas praktisch ist oder nicht.
Der Stuhl nimmt wenig Platz weg, lässt sich im Camper und draußen nutzen und macht das Essen deutlich entspannter. Vor allem draußen. Im Camper wird aus jeder Mahlzeit schnell ein kleines Chaos, wenn Brot, Obst oder halbe Croissants in alle Richtungen fliegen.
Der erste Tag einer Camperreise ist bei uns sowieso immer ein Tag zum Reinkommen. Man muss sich wieder an den engen Raum gewöhnen, die Abläufe finden, Emil fordert Aufmerksamkeit und nicht alles klappt sofort. Manchmal läuft es gut, manchmal braucht man einfach Geduld. Das gehört inzwischen dazu.
Unser Eindruck vom Erlebnishof Lahmann mit Camper
Für uns ist der Erlebnishof Lahmann ein guter Startpunkt für unsere Tour de Landvergnügen. Kein stiller Bauernhof im Nirgendwo, sondern ein eher touristisch aufgestellter Erlebnishof mit Hofladen, Tieren, großem Gelände und Stellplätzen am Rand des Swin-Golf-Feldes.
Wer einen sehr ursprünglichen landwirtschaftlichen Betrieb sucht, wird hier vielleicht nicht ganz das finden, was er oder sie erwartet. Wer aber einen unkomplizierten Zwischenstopp mit Camper sucht, regionale Produkte kaufen möchte und mit Kind ein bisschen über den Hof laufen will, kann hier gut stehen.
Unser wichtigster Tipp: Wenn ihr am Wochenende kommt und in den Hofladen möchtet, seid vor 12:00 Uhr da. Danach ist geschlossen. Und wenn ihr mit Kleinkind unterwegs seid, plant das Essen lieber flexibel. Eine Brotzeit aus dem Hofladen kann am Ende entspannter sein als ein Buffet, bei dem man hofft, dass die Laune lange genug hält.
Für uns passt der Stopp. Nicht spektakulär, nicht besonders wild, aber praktisch für den Start. Wir kommen langsam in den Urlaub rein, testen den Kinderstuhl, essen unsere Hofladen-Brotzeit und merken wieder: Camping mit Kind funktioniert nicht, weil alles perfekt geplant ist. Es funktioniert, wenn man unterwegs ein bisschen geduldig bleibt.
Reisezeitraum: Vom 25.04.2026 bis zum 03.05.2026, Tag 1 (25.04.2026)
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