
Mit dem Camper nach Scharbeutz zum Grande Beach Café
Du willst mit Camper und Kind an die Ostsee? In Scharbeutz landen wir zum Hochzeitstag beim Frühstück am Meer, mit Strandkorb, Aperol, Sand im Babybauch-Radius und einem Stellplatz, der nebenbei auch noch praktisch ist.







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Fast vergisst man, dass man noch in Deutschland ist, wenn man im Grande Beach Café in Scharbeutz sitzt und aufs Meer schaut. Für uns ist Scharbeutz der Wendepunkt unserer Tour de Landvergnügen. Nicht, weil wir das vorher so festgelegt haben. Aber als wir dort sitzen, frühstücken und auf die Ostsee schauen, fühlt es sich genau so an.
Wir sind an unserem Hochzeitstag hier. Früher wären wir vielleicht abends essen gegangen. Mit Emil haben wir aber gelernt, dass Frühstück meistens die deutlich entspanntere Variante ist. Morgens ist er besser drauf, wir auch, und niemand muss nach einem langen Tag noch versuchen, ein Baby bei Laune zu halten.
Außerdem haben wir keine Lust, im Camper selbst etwas zu machen. Auf dieser Reise stehen wir viel auf Höfen, kaufen in Hofläden ein und kochen einfach. Das mögen wir. Aber heute soll es mal etwas anderes sein. Ein bisschen schicker, ohne dass es gleich steif wird.
Mit dem Wohnmobil nach Scharbeutz: Parken am Hamburger Ring
Den Camper stellen wir am Großparkplatz Hamburger Ring in Scharbeutz ab. Von dort laufen wir ungefähr acht Minuten bis zum Strand, wenn man gemütlich geht. Für uns ist das mit Baby gut machbar.
Praktisch ist auch, dass wir auf dem benachbarten Stellplatz Frischwasser auffüllen und Abwasser entsorgen können. Das ist kein romantischer Teil der Reise, aber mit Wohnmobil trotzdem wichtig. Danach wissen wir: Für die nächsten Stationen sind wir wieder versorgt.
Von dort gehen wir Richtung Promenade und weiter zum Grande Beach Café.
Grande Beach Café in Scharbeutz: Frühstück mit Baby
Wir sind ein paar Minuten vor zehn am Café. Die Terrasse ist noch nicht geöffnet, also warten wir kurz. Danach dürfen wir uns einen Platz aussuchen, bekommen direkt einen Kinderstuhl und hoffen, dass Emil nicht zu viel Chaos macht.
Der Service ist freundlich und zügig. Stella bestellt „Sand & Stulle“ mit Fisch, Avocado und Rührei auf Brot. Ich nehme ein Grande Egg Benedict mit extra Ei und ohne Avocado. Auch auf Brot.
Die Getränke kommen schnell, das Essen kurz danach. Für Emil gibt es ohne großes Theater einen kleinen Becher Vanille-Joghurt. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht mit Kind aber viel aus. Niemand schaut genervt, niemand wirkt gestresst, Kinderstühle sind da. Das Café ist für uns damit klar kinderfreundlich.
Das Frühstück ist wirklich gut. Ich mag die Menge an Sauce Hollandaise, Stella den großzügigen Belag. Dazu sitzen wir draußen, schauen aufs Meer und merken, dass das gerade etwas anderes ist als die letzten Tage auf dem Land. Nach Hofläden, Stellplätzen und einfachen Camper-Mahlzeiten fühlt sich das hier kurz wie zurück in die Stadt an. Nur eben mit Ostsee.
Scharbeutz Promenade: Aperol, Strandkörbe und gut angezogene Menschen
Nach dem Frühstück wollen wir uns am Self-Service-Terminal Aperol Spritz holen. Das scheint hier irgendwie dazuzugehören. Ab elf steht gefühlt an jedem Tisch ein Aperol. Dazu viele gut gestylte Menschen, schöne Jacken und dieser Look, den man sonst eher von Pferdehöfen kennt.
Das meine ich nicht böse. Es fällt nur auf. Mit Fischerhut, Camperklamotten und vollgesabbertem Baby fühlt man sich kurz wie der klassische Tourist. Passt aber auch.
Erst funktionieren die Terminals nicht. Also gehen wir erstmal an der Promenade entlang, einmal rauf und wieder runter. Später landen wir wieder beim Grande Beach Café, diesmal bei der Strandkorbvermietung.
Ein Strandkorb kostet 22 Euro für den ganzen Tag. Weil wir nur ein paar Stunden bleiben wollen, nehmen wir zwei Stunden für 11 Euro. Für uns reicht das völlig.
Beim zweiten Versuch funktioniert dann auch das Terminal. Direkt am Café Getränke holen und daneben den Strandkorb mieten zu können, ist schon bequem. Also sitzen wir kurz danach zum ersten Mal als Familie in einem Strandkorb. Ein Aperol alkoholfrei, einer mit Alkohol. Emil im Sand. Wir dazwischen.
Mit Baby im Strandkorb: Sand ist interessanter als alles andere
Für Emil ist der Sand der eigentliche Bonus dieses Stopps. Er findet ihn sofort spannend. Unsere Aufgabe ist damit klar: verhindern, dass er sich den Bauch mit Sand vollschlägt oder einen Köpper in den Strand macht.
Das mit dem Sandessen bekommen wir hin. Das mit dem Köpper nicht ganz. Wenigstens einmal landet er mit dem Kopf voran im Sand. Nicht dramatisch, aber eben genau die Sorte Moment, die man mit Baby am Strand wahrscheinlich einplanen sollte.
Wir versuchen auch, ihm das Meerwasser näherzubringen. Das klappt so halb. Der Sand bleibt eindeutig interessanter.
Gerade dadurch wird der Stopp für uns besonders. Nicht nur wegen Frühstück und Meerblick, sondern weil Emil diesen Strand so für sich entdeckt. Das macht aus dem geplanten Frühstück am Hochzeitstag einen richtigen Familienmoment.
Von Scharbeutz zurück ins Landesinnere
Nach einer zweiten Runde Getränke und etwas Zeit im Strandkorb packen wir wieder zusammen. Scharbeutz ist für uns der Wendepunkt der Tour. Ab jetzt geht es zurück ins Landesinnere.
Der nächste Stopp ist der Eichenhof, etwa 90 Minuten entfernt. Vorher nehmen wir noch mit, dass der Camper versorgt ist, wir gut gegessen haben und Emil zumindest nicht den kompletten Strand probiert hat.
Für unseren Hochzeitstag war das ziemlich passend.
Reisezeitraum: Vom 25.04.2026 bis zum 03.05.2026, Tag 6 (30.04.2026)
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