
Auf Holzwegen in Deutschland: Sechs Wanderungen mit Holzstegen
Sechs Wanderungen mit Holzstegen, aber welcher Weg passt wozu? Am Steinhuder Meer reicht wenig Kondition, im Urwald Sababurg hilft ein Offline-Track und am Lotharpfad ist der Parkplatz klein. So lassen sich Moor, Wald, Familienrunde oder kurzer Stopp besser einordnen.
Auf Holzwegen in Deutschland: Sechs Wanderungen mit Holzstegen
Beim Schreiben über das Große Torfmoor bei Lübbecke ist mir aufgefallen, wie oft uns in den vergangenen Jahren Holzstege begegnet sind. Im Harz, im Schwarzwald, am Steinhuder Meer und im Urwald Sababurg führen sie durch Moore, über feuchten Waldboden oder zwischen alten Bäumen hindurch.
Für Fotos sind solche Wege dankbar. Die Bohlen geben dem Bild eine Richtung und ziehen den Blick durch die Landschaft. Der Holzsteg bleibt als Motiv gleich, sieht zwischen kargem Moor aber völlig anders aus als im grünen Schwarzwald.
Auf dem Holzweg, dieses Mal mit Absicht
Wer auf dem Holzweg ist, liegt bekanntlich falsch. Der Ausdruck stammt von alten Waldwegen, über die geschlagenes Holz abtransportiert wurde. Sie verbanden keine Orte, sondern endeten dort, wo die Bäume gefällt wurden. Wer ihnen folgte, musste irgendwann umdrehen. Der Duden führt den Begriff auf das mittelhochdeutsche Wort „holzwec“ zurück.
Die heutigen Holzstege auf Wanderwegen haben einen anderen Zweck. Sie führen durch nasse oder empfindliche Landschaften und halten Besucher auf einer klaren Spur. Die Botschaft lautet: Du darfst hier lang, aber bleib bitte auf dem Weg.
Gerade dadurch kommt man der Natur nahe, ohne durch das Moor oder über geschützten Waldboden zu laufen.
Holzstege fotografieren: runter mit der Kamera
Ein gerader Steg führt den Blick zum Horizont. Kurvige Bohlen verschwinden zwischen Gräsern und Bäumen. Für eine tiefere Perspektive muss die Kamera nah ans Holz.
Im Regen bei Torfhaus entsteht dabei die entscheidende Frage: Kniet man sich auf die nassen Bohlen oder verrenkt man sich, damit die Hose trocken bleibt? Meist gewinnt das Foto. Mit zehn Kilogramm Fotorucksack und drei Kilogramm Kamera ist das Aufstehen anschließend der anstrengendere Teil.
Neben der Gesamtansicht lohnt sich der Blick nach unten. Unter den Dielen wachsen Pflanzen, in den Fugen sammelt sich Wasser und am Steinhuder Meer lagen kleine Kleeblätter direkt unter dem Weg. Der Holzsteg ist also nicht nur eine Linie im Bild, sondern liefert auch Details.
Sechs Wanderwege mit Holzstegen
Großes Torfmoor bei Lübbecke








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Der Holzsteg im Großen Torfmoor bei Lübbecke wäre meine erste Empfehlung. Die Landschaft ist offen und karg, der Weg zieht sich als klare Linie durch die Moorfläche.
Die Runde passt zu Wanderern, die Ruhe und weite Moorlandschaften mögen. Neben den Bohlen gibt es matschige Abschnitte. Mit Baby ist eine Trage deshalb praktischer als ein Kinderwagen.
Hier geht es übrigens zum ausführlichen Artikel.
Moorpfad bei Torfhaus im Harz








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Der Moorpfad bei Torfhaus beginnt direkt am Nationalparkzentrum. Die Runde ist kurz und lässt sich auch dann einschieben, wenn das Wetter keine längere Wanderung zulässt.
Bei Regen werden die Bohlen dunkel und die Moorfläche liegt oft ruhig da. Treppen und Wurzeln machen den Weg für Kinderwagen nur bedingt geeignet. Eine Babytrage funktioniert besser.
Moorlehrpfad am Steinhuder Meer





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Vom Parkplatz an der Alten Moorhütte führt ein Holzsteg in das Moor am Steinhuder Meer.
Die Strecke ist einfach und verlangt keine große Kondition. Neben Holzstegen gibt es Aussichtspunkte und Stellen, an denen der Moorboden unter den Füßen federt. Unter den Bohlen finden sich kleine Fotomotive, die beim normalen Vorbeilaufen schnell übersehen werden.
Hier geht es übrigens zum ausführlichen Artikel.
Urwald Sababurg







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Im Urwald Sababurg führen die Holzstege durch feuchten Wald. Alte Eichen, Totholz und Pilze bestimmen die Umgebung.
Hier geht es weniger um Weite und mehr um einzelne Bäume, Strukturen und den Waldboden. Ein zuvor gespeicherter Offline-Track hilft bei der Orientierung zwischen den Waldwegen.
Hier geht es übrigens zum ausführlichen Artikel.
Lotharpfad im Schwarzwald






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Der Lotharpfad liegt an der Schwarzwaldhochstraße und ist weniger als einen Kilometer lang. Für die Runde reichen ungefähr 20 bis 40 Minuten.
Holzplanken, Brücken und Treppen machen den Weg bewegter als die Moorpfade. Mit großem Rucksack werden einige Stellen zur Kletterübung. Der Parkplatz ist klein, mit dem Camper sind der frühe Morgen oder der Abend die besseren Zeiten.
Hier geht es übrigens zum ausführlichen Artikel.
Holzweg bei Freudenstadt








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Der Holzweg bei Freudenstadt ist rund 2,5 Kilometer lang. Klangstationen, Spielplatz und Murmelbahn machen die Runde vor allem für Familien interessant.
Fotografisch fällt ein rund 100 Meter langer Bohlenabschnitt zwischen Moos und hohen Bäumen auf. Für die Murmelbahn braucht man 50 Cent. Diese Münze sollte vor der Wanderung in die Tasche.
Hier geht es übrigens zum ausführlichen Artikel.
So findest Du einen Holzweg in Deiner Nähe
Längere Holzstege gehören nicht zur Standardausstattung deutscher Wanderwege. Bei der Suche helfen Begriffe wie „Moorpfad“, „Bohlenweg“, „Moorlehrpfad“ oder „Naturerlebnispfad“ zusammen mit dem Namen der eigenen Region.
Dann bleibt nur noch: Schuhe anziehen, Kamera einpacken und loslaufen. Falls der Weg mitten im Wald endet, war es zumindest ein sprachlich korrekter Ausflug.