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Drohnenaufnahme eines Waldwegs zwischen herbstlichen Baumkronen im Urwald Sababurg

Unterwegs im Urwald Sababurg: feuchter Waldboden, Pilze und Einkehr am Tierpark

Grauer Himmel, nasser Waldboden und mittendrin jahrhundertealte Eichen: Im Urwald Sababurg laufen wir mit Emil in der Trage zwischen Totholz, Holzstegen und erstaunlich vielen Pilzen. Und merken unterwegs, warum ein Offline-Track hier keine schlechte Idee ist.

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Der Herbst steht schon fast vor der Tür, deswegen heißt es: Auf geht’s in den Urwald – allerdings nicht in den Amazonas, sondern in den Urwald Sababurg, etwa eine Stunde von uns entfernt.

Als wir auf dem kleinen Wanderparkplatz ankommen, müssen wir allerdings erst einmal warten. Klein-Emil möchte noch einmal zurechtgemacht werden und unsere Freunde mit Nachwuchs sind ebenfalls noch unterwegs. Also nutze ich die Zeit und lasse kurz die Drohne steigen – natürlich außerhalb des Naturschutzgebiets.

Von oben sieht der Herbst schon ziemlich gut aus. Zwischen den dunklen Tannen stehen überall orange und gelb gefärbte Bäume. Dazu grauer Himmel, etwas Nebel und nasser Waldboden. Nicht unbedingt das Wetter, bei dem man morgens denkt: Heute müssen wir unbedingt raus. Für den Urwald passt es aber ziemlich gut.

Kurz darauf kommen auch unsere Freunde an. Rucksäcke auf, Emil in die Trage und einmal über die Straße. Viel mehr braucht es nicht, dann stehen wir mitten im Wald.

Warum heißt das hier eigentlich Urwald?

Ganz unberührt ist der Urwald Sababurg natürlich nicht. Der Wald wurde über Jahrhunderte genutzt, unter anderem als Hutewald, in dem Tiere zwischen den Bäumen weideten. Viele der alten Eichen blieben dabei stehen. Später wurde das Gebiet unter Schutz gestellt und große Teile des Waldes sich selbst überlassen.

Schon auf den ersten Metern stehen überall gewaltige Eichen mit dicken, knorrigen Ästen. Manche sind komplett mit Moos bewachsen, andere haben längst Teile ihrer Krone verloren. Abgestorbene Bäume bleiben einfach liegen.

Es sieht hier eben nicht so aus wie in einem Wald, in dem regelmäßig aufgeräumt wird.

Einige der Eichen stehen hier schon seit mehreren hundert Jahren. Wenn man davorsteht, fragt man sich schon kurz, was diese Bäume wohl alles mitbekommen haben.

Holzstege, alte Eichen und sehr viele Pilze

Der Weg führt immer wieder über kleine Holzstege und zwischen den alten Bäumen hindurch. Teilweise läuft man über nasses Laub, teilweise über schmale Waldwege.

Das Wetter hilft der Stimmung ziemlich auf die Sprünge. Es ist feucht, etwas neblig und die Sonne lässt sich praktisch gar nicht blicken. Dafür wirken die Farben im Wald umso kräftiger.

Die meiste Zeit laufen wir einfach durch den Wald, unterhalten uns und bleiben zwischendurch immer wieder stehen. Mal wegen einer besonders großen Eiche, mal wegen eines umgestürzten Baumes und erstaunlich oft wegen irgendwelcher Pilze.

Ich habe absolut keine Ahnung von Pilzen, aber so viele unterschiedliche Arten auf so kurzer Strecke habe ich selten gesehen. Kleine, große, braune, rote, glänzende – irgendwann entdeckt man gefühlt alle paar Meter wieder einen neuen.

Mit Kinderwagen durch den Urwald Sababurg?

Die Wege sind grundsätzlich gut zu laufen und größtenteils auch gut ausgeschildert. An einigen Stellen wird es allerdings etwas schmaler und unebener.

Mit Kinderwagen würde ich die Runde deshalb eher nicht machen. Mit einer Trage ist es dagegen überhaupt kein Problem.

Irgendwann treffen wir auf eine kleine Wandergruppe, die ziemlich ratlos vor einem Zaun steht. Handyempfang gibt es hier kaum und so richtig eindeutig ist auch nicht, wo der Weg weitergeht.

Unsere Wander-App kennt zum Glück die richtige Richtung. Also laufen wir ein Stück gemeinsam weiter, bis wir wieder auf dem eigentlichen Weg sind.

Ganz verloren gehen dürfte hier zwar schwierig sein. Aber ein heruntergeladener Offline-Track ist trotzdem keine schlechte Idee.

Am Ende wartet der Tierpark

Nach ungefähr zwei Stunden kommen wir am Eingang des Tierparks Sababurg heraus.

Das passt ganz gut, denn inzwischen könnten wir auch etwas zu essen vertragen. Im „Gasthaus zum Thiergarten“ suchen wir uns einen Platz und lassen die Runde dort ausklingen.

Gerade mit Kind ist das ziemlich angenehm: erst ein paar Stunden draußen unterwegs sein und danach irgendwo warm sitzen und etwas essen.

Würde ich noch einmal in den Urwald Sababurg fahren?

Die alten Eichen, die vielen Pilze, das Totholz und die Ruhe machen die Runde interessant. Und gerade im Herbst passt diese etwas graue, feuchte Stimmung ziemlich gut dazu.

Für uns war es genau die richtige Länge: ungefähr zwei Stunden unterwegs, problemlos mit Trage machbar und anschließend noch die Möglichkeit, etwas essen zu gehen.

Ich würde beim nächsten Mal vermutlich wieder im Herbst kommen.

Dann vielleicht mit etwas weniger Matsch unter den Schuhen.

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