
Eimer schleppen, Gas-Drama und Premium-Bad: Ein Winterwochenende auf dem Camping Vreehorst
Du suchst einen Platz für den nächsten Trip zum Obelink, der mehr kann als nur Asphalt? 30 Euro pro Nacht sind zwar erst einmal happig, aber dafür bekommst du bei Vreehorst das volle Programm mit Gastro-Spülmaschine und Hygge-Faktor. Warum wir trotz Eimerschleppen und Gas-Drama am Ende total begeistert waren, liest du hier.








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30 Euro für eine Nacht auf dem Stellplatz klingen erst einmal echt happig – doch dafür gibt es das volle Paket an Annehmlichkeiten des Campingplatzes direkt mit dazu. Wir stehen auf dem Stellplatz des „Camping Vreehorst“ in den Niederlanden, nur etwa zwei Kilometer vom bekannten Camping-Ausstatter Obelink entfernt. Und genau das ist der Grund für unseren Trip: Wir wollen uns für eine zukünftige Reise in die Schweiz neu eindecken, ein bisschen bummeln und einfach mal wieder ein Wochenende raus, egal wohin. Während Emil die Camping-Sachen im Laden genau inspiziert, wandern ein Seitenteil für die Markise, Verbrauchsartikel und eine neue Winterjacke in unseren Wagen.
Unkomplizierter Check-in und hyggelige Aussichten
Der Check-in verläuft herrlich ungeschminkt und effizient. Da wir bei der Buchung bereits unser Nummernschild hinterlegt haben, können wir ab 12:30 Uhr direkt auf unseren Platz fahren. Die Schranke scannt das Kennzeichen, öffnet sich (fast immer) wie von Zauberhand und gibt den Weg auf das gut befahrbare Rondell frei. Die Plätze selbst sind gerade breit genug für Wohnmobile; ein Vorzelt hat hier keinen Platz, aber das ist bei einem Stellplatz auch völlig in Ordnung. Besonders positiv: Alle Plätze sind eben und gepflastert. Das lieben wir, denn es spart das lästige Rangieren.
Obwohl der eigentliche Campingplatz im Januar Winterpause macht, ist der Stellplatz daneben gut besucht. Die Stimmung ist entspannt. Wer nicht im eigenen Van anreist, findet hier modern und „hyggelig“ gestaltete Tiny Houses oder Safarizelte, die auch im Winter einen sehr einladenden Eindruck machen.
Mystische Momente und der 4-Uhr-Morgens-Schreck
Wenn man im Januar bei 0 Grad unterwegs ist, wird man morgens oft mit einer ganz besonderen Atmosphäre belohnt. Als wir aus dem Van steigen, erleben wir einen fast schon mystischen Moment: Die aufgehende orangefarbene Sonne kämpft sich durch den tiefhängenden Nebel – das wirkt gleichzeitig friedlich und ein bisschen dystopisch.
Doch der Winter hat auch seine Tücken. Unsere Nacht endet nämlich schlagartig um 4:00 Uhr morgens, als unsere Gasflasche leer ist. Plötzlich ist es klirrend kalt im Van. Frierend schließen wir im Halbschlaf den Landstrom an und stellen unsere Notfallheizung auf. Zum Glück haben wir diese immer dabei, sonst hätten wir mit Baby an Bord echt alt ausgesehen. Unser Learning: Immer zwei Gasflaschen mitnehmen, auch wenn man glaubt, dass eine reicht. Sicher ist sicher.
Eimerschleppen und Premium-Sanitär
Ein weiteres Winter-Abenteuer: Da die Versorgungsstationen am Platz bei Frost abgeschaltet werden, heißt es für uns „Wasser marsch“ per Handbetrieb. Da wir beim Ankommen vergessen haben aufzufüllen, schleppen wir nun Eimer von den etwa 300 Meter entfernten Sanitäranlagen zum Van. Wir hatten so eine Situation schon einmal, aber scheinbar sind wir resistent gegen Lerneffekte.
Die Sanitäranlagen selbst sind ein echtes Highlight: modern, sauber und geräumig. Es gibt Spülstationen und sogar zwei Gastro-Spülmaschinen, die das Camperleben enorm erleichtern. Besonders liebevoll ist das Familien- und Kinderbad gestaltet. Mit Duschen, Waschbecken und kleinen Toiletten ist hier alles auf Augenhöhe der Kleinen – und gleichzeitig rückenschonend für die Großen.
Spielplatz-Träume und Frühstücks-Glück
Da der Hauptplatz im Januar leer ist, können wir in aller Ruhe über das Gelände spazieren. Überall entdecken wir kleine Rutschen und Klettergerüste. Das Herzstück ist jedoch der Premium-Spielplatz an den Sanitäranlagen mit einem mehrstöckigen Klettergerüst, Bolzplatz und einer Fahrradbahn. Hier wird jedes Kinderherz glücklich. Stella nutzt die Zeit sogar für ein paar Bahnen im Hallenbad, während das Freibad natürlich noch im Winterschlaf liegt.
Kulinarisch machen wir es uns am Samstagabend einfach: Da der Food-Court im Winter geschlossen ist, bestellen wir uns eine Pizza direkt an den Camper und genießen die gemütliche Ruhe. Den perfekten Abschluss findet unser Trip am nächsten Morgen in Enschede. Dort entdecken wir ein fantastisches Frühstückslokal und lassen das Wochenende entspannt ausklingen. Camping Vreehorst ist für uns – trotz Eimerschleppen und Gas-Drama – eine klare Empfehlung für Familien, die Wert auf Sauberkeit und tolle Spielmöglichkeiten legen.