
Monaco mit kleinen Kindern würden wir so nicht noch einmal machen
Monaco mit Kindern klingt erst einmal nach einem einfachen Tagesausflug. Bei großer Hitze, wenig Schatten, Baustellen und immer neuen Treppen mit dem Kinderwagen merken wir aber schnell, dass Sightseeing hier deutlich anstrengender wird als gedacht.
Welche bessere Gelegenheit könnte es geben, Monaco zu besuchen, wenn man sowieso schon an der Südküste Frankreichs unterwegs ist? Genau das denken wir uns auch und verbringen einen Tag in dem Zwergstaat.
Kleiner Spoiler vorab: Mit kleinen Kindern würde ich Monaco nach unserem Besuch nicht noch einmal als klassischen Sightseeing-Tag einplanen. Dafür ist es bei uns einfach zu heiß, zu voll und mit Kinderwagen an vielen Stellen zu umständlich.
Trotzdem bin ich froh, dass wir da waren. Allein die Lage von Monaco zwischen den riesigen Felsen und dem Meer hat schon was.







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Die Fahrt nach Monaco
Wir fahren morgens los, sind ein paar Stunden auf den Straßen Frankreichs unterwegs und nehmen irgendwann die Ausfahrt Richtung Monaco.
Und die Fahrt runter in die Stadt finde ich tatsächlich ziemlich cool.
Es geht über Serpentinen immer weiter nach unten, teilweise direkt an den Felsen entlang. Zwischendurch bekommen wir immer wieder einen Blick auf Monaco, die Küste und das Meer.
Gerade diese Kombination gefällt mir. Im Hintergrund stehen diese riesigen Felsen und davor ist gefühlt jeder freie Meter mit Straßen, Häusern und Hochhäusern bebaut. Natur und Großstadt liegen hier ziemlich direkt nebeneinander.
Beim Parken werden wir ebenfalls positiv überrascht. Ich habe vorher eher damit gerechnet, dass wir ewig nach einem Platz suchen. Stattdessen fahren wir im Parkhaus gefühlt zehn Etagen nach unten und finden dort tatsächlich ohne große Probleme etwas.
Das ist in Monaco deutlich unkomplizierter, als ich vorher gedacht habe.
Mit Kindern durch Monaco
Dann machen wir uns zu Fuß auf den Weg und merken relativ schnell, dass die Bedingungen an diesem Tag nicht unbedingt für uns arbeiten. Es ist richtig heiß.
Wir laufen am Hafen entlang und finden nur wenig Schatten. Gleichzeitig haben wir die Kinder und die Kinderwagen dabei. Dazu kommen immer wieder Treppen.
Aufzüge gibt es in Monaco natürlich auch. Wir finden sie nur nicht immer dann, wenn wir gerade einen gebrauchen könnten.
Wir holen uns erst einmal Croissants und Baguettes zum Frühstück und wollen danach an der Promenade weiterlaufen – dort wird während unseres Besuchs allerdings gebaut.
Also drehen wir wieder um, müssen über die Straße und suchen uns einen anderen Weg.
Das allein wäre kein Problem. Im Laufe des Tages kommen aber immer mehr solcher Kleinigkeiten zusammen.
Hier eine Baustelle, dort eine Treppe. Dann wieder ein längerer Weg in der Sonne. Zwischendurch tragen wir die Kinderwagen irgendwo hoch oder runter und überlegen, wie wir am besten weiterkommen.
Mit kleinen Kindern ist das irgendwann einfach anstrengend.
Formel-1-Strecke und Hafen
Vor dem Besuch verbinde ich Monaco hauptsächlich mit zwei Dingen: Formel 1 und Casino.
Zumindest einen Teil davon bekommen wir zu sehen.
Wir laufen an der bekannten Kurve beim Hotel vorbei, die auch Teil der Formel-1-Strecke ist. Wenn man die Strecke aus dem Fernsehen kennt, ist es schon interessant, einmal selbst dort zu stehen und zu sehen, wie das Ganze im normalen Straßenverkehr aussieht.
Danach wollen wir noch weiter Richtung Palast, ein bisschen durch die Stadt laufen, vielleicht shoppen und noch etwas trinken.
Und genau da merken wir langsam, dass bei uns die Luft raus ist.
Es sind einfach viele kleine Sachen, die zusammenkommen: die Hitze, die langen Wege, die Baustellen, die vielen Menschen und immer wieder Treppen.
Wir wollen zum Beispiel in ein Kaufhaus und kommen auch dort mit den Kinderwagen nicht so einfach weiter. Also wieder Treppen hoch, Kinderwagen tragen und später das Ganze noch einmal zurück.
Irgendwann fühlt es sich nicht mehr nach einem entspannten Tag an, sondern eher danach, dass wir uns von einem Punkt zum nächsten arbeiten.
Monaco sieht auf Instagram etwas anders aus
Ich habe vor unserem Besuch keine riesigen Erwartungen an Monaco. Wir entscheiden uns als Gruppe dafür, hinzufahren, weil wir sowieso in der Gegend sind und einfach einmal da gewesen sein wollen.
Was man von Monaco kennt, sind natürlich die Bilder vom Hafen, vom Casino, von der Rennstrecke und von den Häusern am Berg. Vor Ort gehören aber genauso Touristenbusse, Baustellen, Parkhäuser, volle Straßen und viele Treppen dazu.
Es fühlt sich für mich offener an und bietet mehr von dem, was ich an einer Stadt am Meer mag. Monaco wirkt dagegen sehr dicht bebaut und deutlich trubeliger.
Das ist natürlich nur unser Eindruck von diesem einen Tag und vor allem von dem Teil der Stadt, den wir sehen.
Würde ich Monaco mit Kindern noch einmal machen?
So wie an diesem Tag: nein.
Wenn ich mit kleinen Kindern noch einmal in dieser Gegend unterwegs bin, würde ich für einen Tagesausflug ein anderes Ziel wählen.
Wenn Monaco trotzdem auf dem Plan steht, würde ich vorher viel genauer schauen, was wir dort eigentlich machen wollen.
Also nicht einfach loslaufen und versuchen, möglichst viele bekannte Orte mitzunehmen, sondern einen konkreten Spot aussuchen, vorher prüfen, ob dort alles geöffnet ist und wie gut man mit Kindern und Kinderwagen hinkommt.
Gerade bei der Hitze ist dieses „Da wollen wir noch hin und das wollen wir auch noch sehen“ irgendwann einfach zu viel.
Ohne Kinder würde ich Monaco dagegen noch einmal anders angehen.
Dann könnte man sich die Rennstrecke genauer anschauen, abends durch die Stadt laufen oder ins Casino gehen. Das sind genau die Sachen, die bei unserem Familienausflug keine große Rolle spielen.
Unser Fazit zu Monaco mit Kindern
Am Ende bin ich trotzdem froh, dass wir Monaco einmal gesehen haben.
Vor allem die Fahrt hinunter und diese Kulisse mit den Felsen, der Stadt und dem Meer bleiben mir im Kopf. Die Stadt selbst würde ich mit kleinen Kindern aber nicht noch einmal als großen Sightseeing-Tag einplanen.
Dafür gibt es in der Gegend andere Orte, an denen wir als Familie entspannter unterwegs sind.
Zum Schluss holen wir uns noch ein Eis und fahren zurück. Den Rest des Tages verbringen wir am Pool. Nach der Hitze, den Treppen und den ganzen Wegen ist das auch genau das Richtige.
Wichtig ist noch: Wir sehen bei unserem Besuch vor allem den dicht bebauten Teil von Monaco rund um Hafen, Innenstadt und Rennstrecke. Andere Bereiche des Landes lernen wir nicht kennen.
Unsere Erfahrung bezieht sich also genau darauf.
Für einmal „da gewesen sein“ ist der Ausflug okay. Wenn ich mit Freunden oder Familie und kleinen Kindern noch einmal an der Côte d’Azur unterwegs bin, würde ich für einen ganzen Tag aber ein anderes Ziel auswählen.