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Kleine Holzbrücke mit Geländern und Laub im Wald der Stukenbrocker Senne

Ems-Erlebnisweg: Nordschleife Naturkundlicher Lehrpfad Moosheide

Unser fünf Kilometer langer Rundweg durch die Stukenbrocker Senne führt über sandige Wege, Holzbohlen und kräftige Wurzeln bis zur Emsquelle. Mit einem schlafenden Emil im normalen Kinderwagen merken wir schnell, warum familienfreundlich nicht automatisch kinderwagentauglich bedeutet.

Der Weg durch die Stukenbrocker Senne ist für mich keiner der spannenderen Wege in der Senne. Wasserfälle, Schluchten oder komplett überraschende Szenarien gibt es hier nicht. Man läuft durch Heide, Kiefernwald, über Sand und einige fiese Wurzeln. Für eine Runde am Sonntag oder einen entspannten Morgen ist das genau richtig.

Rundweg zur Emsquelle: Start an der Ems-Erlebniswelt

Unser Ziel ist die Emsquelle, deshalb parken wir an der Ems-Erlebniswelt. Hier beginnt der rund fünf Kilometer lange Rundweg durch die Stukenbrocker Senne.

Es nieselt, der Himmel ist fast vollständig wolkenverhangen und besonders hell wird es an diesem Morgen nicht. Abgesehen von den Regentropfen ist das tolles Wetter zum Fotografieren. Es ist richtig moody.

Die Heidepflanzen stehen noch, aber die Blüte ist größtenteils vorbei. Nur wenige haben noch leicht lilafarbene Spitzen. Auf den ersten Kilometern sehen wir viel von der typischen Sennelandschaft: Heide und Moos am Boden, sandige Wege und Kiefern, die mal einen kargen, mal einen dichteren Wald bilden.

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Mit dem Kinderwagen durch die Stukenbrocker Senne

Steigungen gibt es auf dem Rundweg kaum. Das Problem sind der sandige Boden und die Wurzeln.

Wir sind mit einem normalen Kinderwagen unterwegs, ein geländegängiges Modell ist es nicht. Unser Emil ist zu diesem Zeitpunkt ein Jahr und vier Monate alt und schläft während eines Teils der Strecke. Entsprechend versuchen wir, ihn nicht ständig durchzuschütteln.

Wir laufen am Gelände des Truppenübungsplatzes entlang, kommen an Koppeln vorbei und erreichen nach etwa zwei Kilometern einen kleinen Unterstand. Hier haben wir die Wahl zwischen der von Komoot vorgeschlagenen Route und einem geraden, deutlich einfacheren Weg.

Wir nehmen natürlich die Komoot-Route und stehen kurz darauf vor einer hölzernen Treppe.

Treppen, Holzbohlen und ein schlafendes Kind

Um zur Quelle zu gelangen, tragen wir den Kinderwagen die Treppe hinunter. Danach führt der Weg an einem leicht sumpfigen Gebiet entlang. Über Holzbohlen kommen wir hier bequem weiter.

Nach schätzungsweise 50 bis 100 Metern warten am anderen Ende schon die nächsten Stufen auf uns. Wer hätte das erwartet? Also schultern wir den Kinderwagen erneut und tragen den weiterhin schlafenden Emil nach oben.

Der gerade Weg am Unterstand wäre mit Kinderwagen deutlich einfacher gewesen. Das hätte allerdings nur diesen Abschnitt gelöst. Später wachsen immer wieder kräftige Wurzeln durch den Weg. Die kleinen Räder verkeilen sich darin, sodass wir den Wagen mehrfach anheben müssen.

Das ist wirklich nervig und der echte Downer auf dieser Runde – gerade weil Emil schläft. Wäre er wach gewesen, hätte er das Geruckel wahrscheinlich sogar lustig gefunden.

Mit einem normalen Kinderwagen ist der Weg also machbar. Mit einem schlafenden Kind macht er an einigen Stellen aber weniger Spaß. Hält das Kind seinen Kopf schon sicher und ist wach, sehe ich darin kein großes Problem.

Heide, Pilze und die junge Ems

Nach den Treppen sind es nur wenige Meter bis zur größten Heidefläche auf der Strecke. Hier machen wir einige Fotos von der moody Atmosphäre, bevor es wieder in den Wald geht.

Wer aufmerksam ist, entdeckt am Wegesrand auch einige Pilze. Und irgendwie beschleicht mich wieder das Gefühl, dass wir in einer wirklich schönen Gegend wohnen: Teutoburger Wald und Senne direkt vor der Haustür.

Später überqueren wir die Ems auf einer Brücke. Hier zeigt sich wieder ein typisches Bild der Senne. Der kleine, klare Fluss fließt über den sandigen Boden – fast wie eine sandige Ader mitten im Wald.

Zwei entspannte Hochlandrinder

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Mein persönliches Highlight sind zwei sehr entspannte Hochlandrinder, die natürlich direkt als Fotomotiv herhalten müssen.

Sie kommen so nah, dass man sie theoretisch streicheln könnte. Wir lassen das lieber, denn man weiß nie, wie ein Tier reagiert. Als ich mich für ein Foto in die Büsche knie, um auf Augenhöhe zu sein, kommt eines der Rinder auf mich zu. Ich hoffe direkt, dass es mich nicht einfach umschubsen möchte. Aber alles geht gut aus.

Am Infohaus wird der Regen stärker

Nur wenige Meter später kommen wir am Infohaus der Ems-Erlebniswelt vorbei. Inzwischen wird der Regen stärker. Wir schauen uns die Ausstellung im Inneren trotzdem nicht an, weil wir keine Zeit verlieren wollen. Noch lässt es sich draußen aushalten, wir rechnen aber mit deutlich mehr Regen.

Auf dem Endspurt entdecken wir noch einige Pferde im Regen. Für diesen Weg sind sie typisch, und wir hatten schon früher mit ihnen gerechnet. Für ein gutes Foto stehen sie zu weit entfernt. Wir freuen uns trotzdem, dass wir auf der Runde fast alles gesehen haben.

Familienfreundlich, aber nur bedingt kinderwagentauglich

Etwas durchnässt kommen wir wieder am Auto an und haben das noch kommende Unwetter verpasst.

Auf den fünf Kilometern sehen wir fast alles, was ich mit der Senne verbinde: sandige Wege, Heideflächen, Kiefernwald, die junge Ems und mit etwas Glück Hochlandrinder und Pferde. Spektakulär ist die Tour nicht. Für einen ruhigen Morgen oder Vormittag mit der Familie ist sie genau richtig.

Familienfreundlich bedeutet hier allerdings nicht kinderwagentauglich. Mit einem normalen Kinderwagen kommt man durch, aber die Treppen und vor allem die Wurzeln kosten Nerven. Mit einem schlafenden Kind würde ich die Strecke nur eingeschränkt empfehlen.

Wer schon einmal in der Wistinghauser Senne unterwegs war, sollte auch diesen Rundweg ausprobieren. Für mich kann er landschaftlich mithalten und ist noch einen Hauch mehr Geheimtipp.

Entdecke die Route auch auf Komoot

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