
Sauerland-Liebe in Olsberg: Von magischem Neuschnee, kleinen Pausen und dem perfekten Brotzeit-Glück
Du sehnst dich nach echtem Schnee unter den Stiefeln? Wir haben Emil im Sauerland den Winter gezeigt. Es war magisch, still und herrlich ehrlich, inklusive Stillpause mitten in der Kälte. Wie unser Abenteuer bei einer Sauerländer Brotzeit am Schinkenwirt ausklang, erfährst du jetzt im Blog. Komm mit auf unsere Runde!








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Unsere erste Winterwanderung mit Emil startet direkt am Waldhotel Schinkenwirt in Olsberg. Wir haben uns bewusst für eine kleinere Runde entschieden, um den kleinen Mann auf dem Rücken in der Trage mitzunehmen. Das Ziel ist simpel: Wir wollen endlich wieder echten Schnee unter den Stiefeln spüren, ein paar Berge sehen und Emil zeigen, wie sich der Winter anfühlt.
Schneemagie und Stille im Sauerland
Vom Startpunkt aus geht es erst einmal ein paar hundert Meter die reguläre Straße entlang, bevor wir links abbiegen. Wir laufen an einer Tannenbaumzucht vorbei auf einen Forstweg. Obwohl wir erst kurz unterwegs sind, öffnet sich hier schon ein richtig schöner Ausblick auf das umliegende Land.
Es ist ein besonderer Moment: Es ist der erste richtige Wintereinbruch des Jahres und für Emil die allererste Begegnung mit dem weißen Puder. Wir zeigen ihm, was Schnee ist und dass dieser auch ganz schön kalt sein kann. Je weiter wir auf diesem kleinen Weg in den Wald eintauchen, desto magischer wird die Stimmung. Die großen Bäume links und rechts sind schwer behangen mit Neuschnee. Da außer uns scheinbar niemand hier unterwegs ist, genießen wir eine vollkommene, fast schon ehrfürchtige Ruhe.
Durch das Winter-Dickicht zur Halbzeit
Dann wird es etwas wilder. Wir biegen auf einen schmalen Pfad ab, der uns Richtung Halbzeit der Tour führt. Der Weg ist hier so eng, dass man mit ausgestreckten Armen an beiden Seiten die Sträucher berühren kann. Das sorgt für echtes Abenteuer-Feeling und für regelmäßige kleinere Schneeduschen von oben, wenn wir die Zweige streifen.
An einer Lichtung lasse ich die Drohne steigen, um das Winterwunderland von oben festzuhalten. Doch spannenderweise ist das gar nicht der beeindruckendste Ausblick des Tages. Nachdem wir die Hälfte des Weges hinter uns haben, geht es wieder bergauf. Hier bietet sich ein fantastisches Panorama auf den Borberg und den Ruthenberg.
Ein besonderes Highlight ist ein Jägerstuhl am Hang, der wie bestellt in der Wintersonne steht. Die Sonnenstrahlen brechen sich in den verschneiten Bäumen und erzeugen eine Stimmung, die man mit keiner Kamera der Welt perfekt einfangen kann. Diesen Blick haben wir uns körperlich verdient, was ihn viel wertvoller macht als jedes Drohnenfoto.
Real-Life-Check: Stillpause auf der Schneeliege
Wandern mit Baby bedeutet auch: Pläne sind flexibel. Mitten in der verschneiten Landschaft bekommt Emil Hunger. Unsere Lösung? Wir machen uns frei von dem Gedanken „Das macht man doch nicht“. Ich schiebe den Schnee auf einer der Landschaftsliegen beiseite, und Stella stillt unseren Nachwuchs direkt dort in der Kälte.
Emil ist zwar kurzzeitig etwas quengelig und hat sichtlich „keinen Bock mehr“, aber wir bleiben entspannt. Unser Tipp für andere Eltern: Probiert es einfach aus. Wenn es nicht klappt, macht man es beim nächsten Mal eben anders. Diese Offenheit nimmt den Stress aus der Tour.
Brotzeit-Glück am Schinkenwirt
Nach insgesamt 3,5 Stunden (inklusive ausgiebiger Pausen) und etwa 4,5 Kilometern erreichen wir wieder den Schinkenwirt. Wir haben Glück und ergattern einen Platz in der Gaststube. Die Atmosphäre ist die perfekte Mischung aus rustikaler Gemütlichkeit und modernem Schliff – genau so, wie man es sich nach einer kalten Wanderung wünscht.
Zur Belohnung gibt es Kuchen und eine ordentliche Brotzeit mit allerfeinstem lokalem Schinken und herrlich frischem Brot. Die Route ist einfach zu gehen, allerdings aufgrund der schmalen Pfade nicht barrierefrei. Wer eine ehrliche Auszeit mit tollen Ausblicken und Sauerländer Gemütlichkeit sucht, wird hier definitiv fündig.