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Weißer Campervan mit offener Schiebetür auf einer Wiese am Campingplatz Großes Meer

Campingplatz Großes Meer: Self Check In am Automaten und die Camping Card fürs Duschen

Du kommst am Campingplatz Großes Meer an, die Rezeption ist zu, und plötzlich läuft alles über den Automaten. Dazu 1 € fürs Wasser, Camping Card fürs Duschen und mieser Empfang bei Kälte. Warum wir trotzdem nach Norderney sind und wiederkommen würden, steht im Beitrag.

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Ostern heißt für uns: ab an die Küste. Wir wollen ein paar Tage Seeluft und mieten uns deshalb über Ostern einen Stellplatz auf dem Campingplatz „Großes Meer“. Eigentlich suchen wir einen Platz noch näher an der Küste, sind mit der Buchung aber etwas spät dran. In Norden gibt es einen Stellplatz, dort vermuten wir jedoch, dass wir bei einer Anreise am Nachmittag kaum noch eine Chance haben. Also fällt die Wahl auf „Großes Meer“, auch weil die Nähe zum See auf den Fotos sehr vielversprechend wirkt.

Dass das Wetter in der Heimat in den Tagen zuvor richtig gut ist, macht uns zusätzlich optimistisch. Vor Ort zeigt sich schnell: Das ist eine klare Fehleinschätzung.

Ankommen ohne Rezeption und dann doch ganz entspannt

Wir kommen mit dem Camper an und steuern als Erstes die Rezeption an. Die ist allerdings schon zu. In dem Moment ist uns noch nicht bewusst, dass hier vieles ohne Personal läuft und ein Self Check In möglich ist. Entsprechend schauen wir erst einmal etwas ratlos aus der Wäsche.

Wir umrunden das Gebäude, entdecken den Automaten am Stellplatz und ab da läuft es plötzlich sehr rund. Am Self Check In bekommen wir Duschkarten, Karten für die Schranke und direkt auch einen Lageplan zum Mitnehmen. Die Online Buchung klappt vorher schon problemlos, der Platz selbst funktioniert am Osterwochenende dann fast komplett im Selbstbedienungsmodus.

Erste Runde über den Platz

Bevor wir unseren Stellplatz ansteuern, füllen wir Wasser auf. Wir pokern da gerne mal hoch, weil es uns schon passiert, dass wir ohne Wasser losfahren und dann unterwegs keines mehr bekommen. Hier kostet das Wasser zusätzlich einen Euro, das ist für einen Campingplatz erstmal ungewohnt.

Dann geht es auf den Platz. Für mich ist das ein klassischer Campingplatz: große, begrünte Parzellen, angenehm aufgeteilt, ohne viel Chichi. Wir haben Glück und neben uns steht direkt niemand, dadurch fühlt es sich sofort ruhig an. Insgesamt wirkt alles modern und unaufgeregt, eher familienfreundlich als Vanlife Kulisse. Wer diesen speziellen Vanlife Mood sucht, findet ihn hier wahrscheinlich nicht in der Form, wer entspannte Struktur mag, schon eher.

Auf dem ersten Rundgang laufen wir an Spielplätzen und an modernen Sanitärgebäuden vorbei. Spülen geht im Warmen, allerdings nur mit Camping Card, weil die Türen zu den Gebäuden darüber geöffnet werden.

Sanitär, Camping Card und die kleinen Zusatzkosten

Es gibt zwei Sanitäranlagen, unsere liegt keine 100 Meter entfernt. Die Gebäude sind sauber, modern und wirken hochwertig. Zum Duschen braucht man die Camping Card mit Guthaben, auch auf dem normalen Campingplatz nebenan. Das finde ich etwas untypisch, es funktioniert aber zuverlässig.

Wir laden die Camping Card vor Ort mit Guthaben auf. Zwei mal fünf Euro reichen bei uns für drei Nächte. Das sind keine großen Kosten, eher diese kleinen Stolpersteine, die man vorher nicht auf dem Zettel hat und die einem dann kurz auffallen. Positiv ist der vorhandene Camper Clean, das ist eine sehr bequeme Lösung, um die Chemietoilette zu entsorgen.

See Feeling und das, was den Platz ausmacht

Der Zugang zum See liegt sehr nah. Abends können wir dort gut den Sonnenuntergang anschauen. Als wir da sind, ist es ruhig und am Wasser kaum etwas los. Wenn die Saison richtig startet, stelle ich mir das hier aber sehr schön vor, zum Beispiel auf einer Terrasse mit einem Getränk oder auf einem Tretboot mitten auf dem See.

Bei gutem Wetter kann man hier am See wirklich viel machen. Für mich fühlt sich das nach dem ruhigen Norden an, mit allem was dazu gehört, Wind inklusive und manchmal auch Kälte.

Ausflüge trotz Kälte: Norderney und eine Runde ums Große Meer

Das Wetter ist unser echter Wehmutstropfen. Es ist so kalt, dass wir uns am liebsten im Camper verkriechen. Binge Watching fällt aber aus, weil der Empfang auf dem Platz bei uns wirklich unterirdisch ist. Wenn du bei schlechtem Wetter gerne Serien schaust, lohnt es sich, vorher offline Material zu laden oder eine Alternative mitzunehmen.

Also machen wir das Beste draus, packen uns warm ein und fahren nach Norderney. Dort gönnen wir uns ein Frühstück und erkunden die Insel mit dem Bus und zu Fuß. Dazu folgt noch ein eigener Beitrag, weil sich das als Tagesausflug deutlich mehr hergibt, als ich hier in ein paar Zeilen fair abbilden kann.

An einem anderen Tag machen wir eine Tour um und am See. Direkt am Platz starten mehrere Radrouten, die wir direkt ausprobieren. Unterwegs beobachten wir unglaublich viele wilde Vögel und fahren durch entspanntes Land. Praktisch ist auch, dass es hier zum Glück nicht besonders bergig ist.

Fazit für ein Wochenende im Norden

Der Campingplatz liegt ruhig und eignet sich gut als Basis für Ausflüge. Wer mit Kindern unterwegs ist, findet Spielgeräte und fast schon Abenteuerspielplätze, außerdem liegt eine Gastronomie am Stellplatz. Abends in der Dämmerung lassen sich mit etwas Glück Rehe und Hasen beobachten, genau diese Momente machen den Ort für uns besonders.

Wir können uns gut vorstellen, wiederzukommen. Dann allerdings mit einem dicken Buch im Gepäck und idealerweise bei etwas wärmerem Wetter.

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