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Holzsteg im Wald bei Torfhaus mit Blick auf das Moor und nassem Boden nach Regen

Der Holzsteg von Torfhaus: warum sich ein Regentag im Harz trotzdem lohnt

Du kennst sicher diese Tage, an denen der Wind deine Pläne einfach wegweht. Eigentlich wollten wir im Harz wandern, doch am Ende landeten wir bei flackerndem Feuer und einem fast magischen Pfad durchs Moor. Ich zeige dir, warum Umwege oft die schönsten Geschichten schreiben und wie deine Auszeit trotzdem perfekt wird.

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Der Wind fegt über Torfhaus, die Schirme klappen nach außen – typisch Harz. Eigentlich wollen wir an diesem Wochenende wandern. Emil soll mit seinen drei Monaten zum ersten Mal ein Stück unserer Wanderleidenschaft erleben. Doch als uns der Sturm fast die Schirme aus der Hand reißt, ist klar: Das wäre mit Baby keine gute Idee.

Spontane Planänderung

Im Nationalparkzentrum suchen wir nach Alternativen. Vieles ist geschlossen, anderes zu weit weg oder schlicht nicht für Kleinkinder geeignet. Also ändern wir spontan den Plan. Direkt nebenan liegt ein kleines Lokal, das schon von außen gemütlich wirkt. Durch die großen Glasscheiben sehen wir das Feuer im Inneren flackern – es ist warm, ruhig und herzlich.

Auf der Karte steht alles, was man sich an so einem Tag wünscht: Kaiserschmarrn, Pommes, Brotzeit. Wir entscheiden uns, es uns einfach gutgehen zu lassen. Emil gefällt es dort übrigens auch ziemlich gut.

Der Holzbohlenpfad durchs Moor

Nach dem Essen gehen Joana und ich doch nochmal raus. Nur ein paar Minuten vom Nationalparkzentrum entfernt beginnt der Holzbohlenpfad durchs Moor – ein kleines, unscheinbares Highlight, das bei Regen und Nebel fast schon mystisch wirkt.

Wir sind fast allein dort draußen. Nur das Knarzen der Planken und das Tropfen des Regens sind zu hören. Der Weg führt mitten durch die Natur – aufgeräumt und gleichzeitig wild. Es erinnert fast an einen Mini-Nationalpark in den USA. Wenn man an der richtigen Stelle steht, sieht es aus, als würde sich der Steg nur für Besucherinnen und Besucher durch das Moor schlängeln – ein wunderbares Fotomotiv.

Praktische Tipps für den Besuch

Kinderwagen sind nur bedingt geeignet, da es einige Treppen und Wurzeln gibt. Eine Babytrage ist hier eindeutig die bessere Wahl.
Parken kann man kostenpflichtig direkt beim Nationalparkzentrum oder ein Stück weiter Richtung Altenau auf einem kostenlosen Wanderparkplatz. Besonders schön ist der Weg morgens, wenn der Nebel noch tief hängt – aber selbst am Nachmittag hat er seinen ganz eigenen Zauber.

Ein Tag voller Umwege

Am Ende ist es kein klassischer Wandertag, sondern ein Tag voller Umwege. Aber das ist völlig okay. Wir machen das Beste daraus – und genau das ist am Ende das Schönste.

Mein Fazit:
Manchmal läuft es anders als geplant. Doch wenn man sich davon nicht entmutigen lässt, entstehen oft genau die Geschichten, an die man sich später am liebsten erinnert.

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